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Kamenz und Umgebung

Stadt Kamenz & Umgebung: Übersicht

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Die Stadt Kamenz (ca. 17.000 Einwohner, obersorbisch Kamjenc: "Kleiner Ort am Stein", bis 2008 Kreisstadt des Landkreises Kamenz, dann Große Kreisstadt im Landkreis Bautzen) ist in der Westlausitz (der westlichen Oberlausitz) am Nordrand des Westlausitzer Hügel- und Berglandes, am Fluss Schwarze Elster, gelegen. Nach Norden (bis über die Nordgrenze Sachsens hinaus) erstreckt sich ab hier die flache Wald-, Heide- und Teichlandschaft der nördlichen Oberlausitz.

Nördlich und östlich von Kamenz lebt das Volk der Sorben, das sich über die Jahr­hunderte hinweg viel von seiner slawischen Kultur und Sprache bewahren konnte.

Kamenz StadtwappenStadtwappen: goldene Zinnenmauer (verkörpert die Wehr­haftig­keit der Stadt) auf blauem Hintergrund, offenes Tor mit silbernen Torflügeln, darüber ein goldener Dreiecksgiebel, bekrönt von einer Lilie, beiderseits des Tores auf der Mauer zwei sechseckige ge­zinnte goldene Türme mit je drei Fenstern, darauf je ein rotge­kleideter Turmwärter, ein goldenes Hifthorn blasend und zwischen sich ein rotes Wappenschild mit aufgerichtetem silbernem, goldgekröntem doppelschwänzigen Löwen haltend (dieser verkörpert die einstige böhmische Oberhoheit)

Die Stadtgeschichte begann mit einer am Ende des 12. Jahrhunderts am Übergang der bedeutenden Handelsstraße Via Regia über den Fluss Schwarze Elster gebauten Burg. Die erste urkundliche Erwähnung fand die Stadt im Jahr 1225, ab 1319 war sie freie Stadt, ab 1346 gehörte sie dem in jenem Jahr gegründeten Oberlausitzer Sechsstädtebund an, zusammen mit Bautzen, Görlitz, Zittau, Löbau und Lauban (heute polnisch). Im Oktober 1429 belagerten und eroberten die Hussiten die Stadt, nachdem sie bereits das weite Umland wie z.B. auch den Ort Wittichenau und das Kloster St. Marienstern verwüstet hatten. Der Oberlausitzer Pönfall, eine Strafmaßnahme des Kaisers gegen den abtrünnigen Oberlausitzer Sechsstädtebund im Jahr 1547, traf auch Kamenz wirtschaftlich und politisch schwer.

Im Jahr 1729 wurde Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren.

Im Jahr 1896 ließ der sächsische König in Kamenz eine ständige Garnison einrichten (weitere Oberlausitzer Garnisonsstädte waren Bautzen und Zittau). Die ersten Gebäude des noch bis 1990 militärisch genutzten großen Kasernengeländes im Norden der Stadt, zu dem später auch ein Militärflugplatz im nördlichen Stadtvorland hinzu kam, wurden im Jahr 1898 eingeweiht. In der Zeit der DDR war hier eine Offiziershochschule der Luftstreitkräfte eingerichtet.

Die drei bedeutenden Museen der Stadt sind das Lessing-Museum mit einer Ausstellung zum Dichter Gotthold Ephraim Lessing, das Sakralmuseum St. Annen mit wertvollen kirchlichen Kunstschätzen und das Museum der Westlausitz mit einer Ausstellung zur Landschaft und Geschichte der Region.

Zu den zahlreichen sehenswerten Bauwerken der Stadt gehören die Reste der spätmittelalterlichen Stadt- und Klosterbefestigung (z.B. Roter Turm, Stadtschreiber­bastei/­Pichschuppen, Mönchsmauer, Klostertor), die Begräbniskirche St. Just (1377 als Pilger-Kapelle gebaut), die Klosterkirche St. Annen (um 1510, spätgotische Schnitzaltäre, sakrale Kunstschätze), die Hauptkirche St. Marien (aus Granit gebaute spätgotische Hallenkirche, 1275, um 1479 umgebaut), daneben stehend die Katechismuskirche (vor 1358 errichtete Wehrkirche), eine Kursächsische Postdistanzsäule (1725) am ehemaligen Königsbrücker Tor (heute Bönischplatz), das bauliche Ensemble des Marktplatzes, zu dem das Rathaus (italienische Neorenaissance, 1847/48) und der Andreasbrunnen mit Justitia-Statue gehören, das Barmherzigkeitsstift (1826 gebautes Armenkrankenhaus) und das Lessinghaus (mit Lessingmuseum).

Postmeilensäule am Bönischplatz

Bild: Am Bönischplatz, wo die Königsbrücker Straße, eine schon im Mittelalter bedeutende Handels­straße (Hohe Straße, Via Regia), die Kamenzer Innenstadt erreicht, steht vor den modernen Geschäftshäusern der "Hutberg-Passagen" eine alte Postmeilensäule (um 1725). August der Starke (Kurfürst Friedrich August I., zugleich König August II. von Polen, reg. 1694-1733) hatte die sächsischen Straßen vermessen und solche Säulen in ganz Kursachsen aufstellen lassen.


Naturausstattung des Kamenzer Landes: Unter einer geringmächtigen Lössschicht steht Grauwacke an, stellenweise von Granit durchbrochen. Vom einstigen Gesteinsabbau zeugen noch mehrere kleinere Steinbrüche im Stadtgebiet (zum Beispiel der sehr tiefe, heute als Tauchgewässer genutzte Steinbruch "Sparmann"). In Gruben im Stadtumland wurden auch Kies, Kaolin und Ton abgebaut. [ siehe auch: Steinbruchmuseum ]

Kamenz besitzt mehrere bedeutende Parkanlagen mit einer hochwertigen botanischen Ausstattung wie vor allem die Hutberganlage, eine Parkanlage mit Rhododendren, Azaleen und verschiedenartigen Gehölzen sowie mit Aussichtsturm, Gaststätte und Freilichtbühne (ca. 10.000 Zuschauerplätze) auf dem Hutberg (297 m ü. NN).

Eingang des Volksparkes

Bild: An der vom Bahnhof zur Hauptpost führenden Straße befinden sich links der Eingang des Volksparks (s. Bild) und rechts der Eingang des Wilhelm-Weiße-Gartens.


Volkspark Volkspark
Volkspark
Weisse-Park


Gedenkstein im Weisse-Park

Bild: Im Wilhelm-Weiße-Garten (Bild links) bezeichnet ein Gedenkstein einen von König Albert von Sachsen im Jahr 1892 gepflanzten Baum.


Die sich über bedeutende Flächen erstreckenden Landschafts- und Naturschutzgebiete im Kamenzer Umland bieten sich mit ihrem gut ausgebauten Netz von Wanderwegen für die Naherholung und den sanften Tourismus im Berg-, Wald- und Teichland an.

Verkehr: Anschlussstelle Burkau der Autobahn 4 mit Staatsstraße S94 Burkau-Kamenz-Bernsdorf, Anschlussstelle Pulsnitz der Autobahn 4 mit S95 Radeberg-Pulsnitz-Kamenz-Hoyerswerda, Regionalbahnlinie (Städtebahn) nach Dresden, Sport-Flugplatz Kamenz im Norden der Stadt

Kamenzer Bahnhof

Bild: Kamenzer Bahnhof




Bilder unten: Die von Pulsnitz kommende Bahnlinie verläuft im Bereich der einstigen Stadtmauer, am ehemaligen Damm­teich und an den Schilleranlagen vorbei, durch einen tiefen Bahngraben sowie einen langen Tunnel unter dem Bönischplatz hindurch zum Bahnhofsgelände


Bahndammanlagen und Bahntunnel vor dem Bahnhofsgelände
Wirtschaft: kleine und mittlere Betriebe der Textil-, Kunststoff- und Kaolinverarbeitung, Maschinenbau, Abfüllwerk der Spirituosenfirma Jägermeister, Textilwerbemittelfirma "Sachsenfahnen", Batteriehersteller "Li-Tec Battery", sächsisches Landesamt für Statistik, Einrichtungen des Tourismus und der Naherholung


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Internet-Präsentationen des Autors  (Reiseführer, Stadtführer, Stadtportraits)

  Stadt Dresden & Dresdner Umland
www.dresden-und-sachsen.de www.meissen-und-umgebung.de
www.elbsandsteingebirge-und-koenigstein.de www.elbsandsteingebirge-und-koenigstein.de/koenigstein.htm
www.pirna-stadt.de www.burg-und-stadt-stolpen.de

  Oberlausitz
www.bautzen-und-umgebung.de www.goerlitz-und-umgebung.de
www.zittau-und-umgebung.de www.kamenz-und-umgebung.de
www.hoyerswerda-und-umgebung.de www.hoyerswerda-und-umgebung.de/badmuskau_index.htm


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